21. Juni 2026
Leitvers 23: „Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt: und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.“
Die Kapitel 5 bis 7 des Matthäusevangeliums berichten davon, wie Jesus an einem Hang bei Kapernaum eine lange Predigt hielt, die mit den Seligpreisungen begann. Im Anschluss an diese Predigt heilte Er Kranke, lehrte weiterhin das Wort Gottes und berief Jünger (Kapitel 8–12). Jesus lehrte das Wort Gottes also reichlich, damit Seine Zuhörer es annehmen und daraus viel Frucht bringen könnten.
Der heutige Predigttext beschreibt, wie Jesus sowohl der Volksmenge als auch Seinen Jüngern das Gleichnis vom Sämann erzählte. Damit wollte Jesus das Geheimnis offenbaren, wie man aus dem gehörten Wort Gottes viel Frucht bringen kann.
Sämann, Quelle: http://www.bibelwelten.de/bibelentdecken/ Stoffbild von Gisela Harupa
In diesem Text lehrt uns Jesus Christus, dass wir Säer sind – Männer wie Frauen –, die Saat ausstreuen, um eine reiche Ernte einzubringen.
Natürlich wünschen wir uns, viel Frucht zu bringen und uns daran zu erfreuen. Wir wollen liebevolle, freundliche Menschen sein und zugleich so viele Menschen wie möglich zum Glauben an Jesus Christus führen.
Deshalb wollen wir heute anhand des Gleichnisses vom Sämann das Geheimnis entdecken, wie unser Leben fruchtbar werden kann.
1. Das Gleichnis vom Sämann (1–9)
Heute begibt sich Jesus an den See Genezareth. Eine große Menschenmenge versammelt sich um ihn; er möchte sie das Wort Gottes lehren. Da so viele Menschen gekommen sind, bräuchte er eigentlich eine Kanzel und ein Mikrofon. Leider hat er beides nicht. Er entdeckt ein Fischerboot am Ufer, steigt hinein und spricht von dort aus zu der Menge, die am Ufer steht.
Die meisten Zuhörer sind arm. Sie brauchen Brot. Einige von ihnen sind krank. Deshalb brauchen sie Heilung.
Natürlich weiß Jesus, dass sie Brot und Heilung brauchen. Er ignoriert solche Nöte nicht. Doch er weiß, was für sie am wichtigsten ist. Wir erinnern uns daran, dass er zu Beginn seines Wirkens vierzig Tage und vierzig Nächte lang gefastet hatte und vom Teufel versucht wurde. Der Teufel schlug ihm vor: „Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden!“ Jesus antwortete: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4).
Jesus hat recht. Gottes Wort ist für uns Menschen das Notwendigste und Wichtigste. Nur Gottes Wort kann uns Vergebung, ewiges Leben und das Himmelreich schenken. Nur Gottes Wort kann uns einen wahren Lebenssinn und die richtige Richtung des Lebens geben. Deshalb verkündet er der versammelten Menge Gottes Wort.
Er beginnt, eine Geschichte zu erzählen:
Ein Sämann geht hinaus, um Getreide zu säen. In seiner Freude sät er fast überschwänglich. Folglich fallen die Samen überallhin: auf den harten Weg, auf felsigen Boden, zwischen Dornen und Disteln und – Gott sei Dank – auch auf guten Boden.
Dann kommen Vögel und picken die Samen auf, die auf dem Weg liegen. Die Samen auf dem felsigen Boden gehen zwar auf, doch die Sonne brennt, und die Keimlinge welken schnell, weil die Erdschicht dünn ist. Die Samen, die zwischen die Disteln gefallen sind, keimen tatsächlich und beginnen zu wachsen. Doch die Disteln ersticken die jungen Pflanzen.
Die Samen jedoch, die auf guten Boden gefallen sind, wachsen heran und bringen Frucht – dreißigfach, sechzigfach und sogar hundertfach.
2. Einige, die zurückblieben und Fragen stellten (10–17)
Eine große Menschenmenge hat Jesu Geschichte gehört. Sie haben sie gut verstanden. Ihnen war auch klar, dass Jesus ihnen diesmal kein Brot geben würde. Sie sagen sich: „Ich habe für heute genug von Gottes Wort gehört – und ich habe es auch gut verstanden. Schließlich bin ich nicht dumm. Also werde ich erst einmal ein paar Wochen Pause vom Bibelstudium machen. Schließlich muss ich ja für mein tägliches Brot arbeiten.“
Die Menge zerstreut sich, und plötzlich wird es ganz still.
Doch einige wenige Menschen bleiben zurück. Sie sagen sich: „Ich habe nicht ganz verstanden, was Jesus gelehrt hat. Ich habe Gottes Wort nicht gut verstanden. Ich möchte lieber hierbleiben und Ihn fragen, was Er mit Seinen Worten gemeint hat.“
Sie fragen Jesus: „Was bedeutet dieses Gleichnis ganz praktisch?“
Jesus freut sich über sie und sagt: „Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, ihnen aber ist es nicht gegeben“ (11).
Hier offenbart Jesus zwei Voraussetzungen, um das Geheimnis des Himmelreichs zu verstehen:
Die erste Voraussetzung besteht darin, Jesus zu fragen.
Die Mehrheit der Menge, die sich abwandte, glaubte wahrscheinlich, Jesu Worte richtig verstanden zu haben. Diejenigen jedoch, die blieben, spürten, dass sie das Gleichnis Jesu nicht gut verstanden hatten. Darum wollten sie weiterbleiben und Ihn nach dessen Bedeutung fragen. Sie wünschten sich, das Gleichnis richtig zu verstehen und seine Lehre in die Tat umzusetzen.
Wir erinnern uns an Jesu Worte: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan“ (Matthäus 7,7).
Es ist nicht schlimm, dass wir Gottes Wort nicht sofort verstehen. Entscheidend ist jedoch, dass wir lernbereit bleiben und Jesus nach der Bedeutung seines Wortes fragen.
Die zweite Voraussetzung, um das Geheimnis des Reiches Gottes zu entdecken, ist, bei Jesus zu bleiben.
Am Ende von Vers 11 erklärt Jesus, dass diejenigen, die nicht bei ihm geblieben sind, das Geheimnis des Reiches Gottes nicht verstehen können. Wer jedoch bei Jesus bleibt, wird sein Wort verstehen, denn Jesus erklärt es ihm. Wer sein Wort versteht, wird an Jesus als den Christus glauben und das ewige Leben empfangen. Wer an Jesus als den Christus glaubt und bei ihm bleibt, wird als Jünger Jesu gut wachsen. Wer geistlich gut wächst, wird reiche Frucht bringen.
Deshalb sollen wir uns nicht schämen, wenn wir bestimmte Worte Jesu nicht sofort verstehen. Vielmehr sollen wir bei ihm bleiben und ihn fragen. Er wird sie uns gewiss erklären und uns helfen, reiche Frucht zu bringen.
3. Die Deutung des Gleichnisses (13–20)
Jesus erklärt den Zurückgebliebenen sein Gleichnis:
Die Samen, die Jesus ausstreut, stehen für das Wort Gottes. Sie sind von höchster Qualität. So wie ein Landwirt seine Samen im Vertrauen auf eine reiche Ernte ausstreut, so sät Christus sein Wort in voller Zuversicht.
Die verschiedenen Bodenarten im Gleichnis stehen für unterschiedliche Menschen: die Verhärteten, die Oberflächlichen, die Verbitterten und die Lernbereiten. Und der Ertrag hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab. Ebenso hängt der Ertrag des göttlichen Wortes von der Herzenshaltung des Einzelnen ab.
Manche Menschen haben einen Herzensboden, der so hart ist wie ein Weg ist.
Jesus sagt: „Wenn jemand das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und raubt, was in sein Herz gesät wurde: Das ist derjenige, bei dem die Samen auf den Weg fielen“ (19).
Ist der Boden unseres Herzens so hart wie Pflastersteine, können wir Gottes Wort überhaupt nicht aufnehmen. Darüber freut sich der Böse sehr.
Es gibt eine Redewendung, die auf ein solches Herz zutrifft: „Er hat ein Herz aus Stein.“ Sie bedeutet, dass ein Mensch hartherzig, distanziert und unnahbar ist. Ist der Boden unseres Herzens so hart wie Pflastersteine, können wir Gottes Wort überhaupt nicht aufnehmen. Darüber freut sich der Böse sehr.
Wann wird unser Herz hart wie ein Weg?
Unser Herz verhärtet sich gegenüber Gottes Wort, wenn wir tief mit anderen Dingen beschäftigt sind oder kein Interesse an Gottes Wort haben. Es verhärtet sich auch, wenn wir Vorurteile gegen Jesus oder Gottes Wort haben. Unglaube verhärtet unser Herz, ebenso wie die Sünde. So verhärtete sich zum Beispiel das Herz des Pharao infolge von Unglauben und Sünde und wurde hart wie ein Weg.
Wie können wir unsere verhärteten Herzen in guten Boden verwandeln, damit wir Gottes Wort aufnehmen und Frucht bringen können? Wir müssen uns von dem lösen, was uns gefangen hält, und für unseren Unglauben oder für unsere Sünden Buße tun. Dann werden unsere Herzen zu gutem Boden für Gottes Wort.
Zweitens erklärt Jesus das Bild vom felsigen Boden mit seiner dünnen Erdschicht: „Die auf felsigen Boden gesäten Samen stehen für den Menschen, der das Wort hört und es sogleich mit Freude aufnimmt; doch er hat keine Wurzel im Wort Gottes geschlagen, sondern ist wetterwendig. Wenn wegen des Wortes Bedrängnis oder Verfolgung aufkommt, fällt er sogleich ab“ (20–21).
Die Auswirkung von Schwierigkeiten ist mit der Wirkung der Sonne vergleichbar. Die Sonne ist für eine Pflanze eigentlich gut und notwendig, da sie die Energiequelle für ihr Wachstum darstellt. Ohne eine ausreichend feuchte Erdschicht führt die Sonne jedoch dazu, dass die Samen schnell austrocknen.
Die Aufgabe der Wurzeln der Pflanzen ist es, sie fest im Boden zu verankern sowie Wasser und Nährstoffe aus der Erde aufzunehmen. Dasselbe gilt für uns. Wenn wir unsere Wurzeln tief in das Wort Gottes schlagen, empfangen wir Nahrung und Kraft und wachsen geistlich gut. Auf diese Weise können wir Stürmen standhalten, gut heranreifen und reiche Frucht bringen.
Ohne die Verwurzelung im Wort Gottes laufen wir jedoch Gefahr, leicht vom Glauben abzufallen, sobald Schwierigkeiten auftreten. Deshalb sollten wir uns selbst prüfen, ob wir unsere Wurzeln tatsächlich tief in das Wort Gottes geschlagen haben.
Drittens erklärt Jesus den dornigen Boden: „Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.“ (22).
Hier benennt Jesus die Sorgen der Welt als den ersten geistlichen Dorn.
Warum machen wir uns Sorgen? Natürlich, weil wir Probleme haben. Jeder hat seine Probleme; tatsächlich gibt es keinen einzigen Menschen auf der Welt, der absolut gar keine Probleme hat. Und sobald ein Problem gelöst ist, taucht ein neues auf.
Deshalb haben wir, wenn wir uns Sorgen machen, weder die Kraft noch das Herz für Gott und unsere Mitmenschen. Natürlich sollten wir die Probleme, vor denen wir stehen, mit Umsicht angehen. Doch auch angesichts dieser Probleme sollen wir auf Gott vertrauen. Wir sollen uns nicht von Sorgen unserer Kraft berauben lassen, sondern vielmehr fest auf Gott vertrauen und unsere Probleme mit seiner Hilfe lösen.
Die eigentliche Ursache unserer Sorgen ist jedoch nicht das Problem an sich, sondern vielmehr unser mangelndes Vertrauen in Gott. Wenn wir uns Sorgen machen, verbrauchen wir drei- bis viermal so viel Energie wie unter normalen Umständen. Wenn wir von Sorgen eingenommen sind, fehlen uns folglich Herz und Kraft für Gott oder andere Menschen. Natürlich sollten wir uns bemühen, auftretende Probleme klug und wirksam zu lösen. Doch ungeachtet der Probleme müssen wir unser Vertrauen auf Gott setzen. Wir sollten nicht zulassen, dass Sorgen uns Herz und Kraft rauben. Stattdessen sollen wir fest auf Gott vertrauen und unsere Probleme mit Seiner Hilfe bewältigen.
Jesus nennt unser übermäßiges Verlangen nach dem Reichtum den zweiten Dorn, der uns unfruchtbar macht.
Jesus benennt unser übermäßiges Verlangen nach Reichtum als den zweiten Dorn, der uns unfruchtbar macht.
Er bezeichnet Reichtum als „trügerisch“, weil Geld uns in die Irre führt. Natürlich lässt sich Geld nutzen, um bestimmte Wünsche zu erfüllen. Das Problem besteht jedoch darin, dass viele Menschen glauben, sie könnten ‚alle‘ ihre Wünsche verwirklichen, wenn sie nur über reichlich Geld verfügen. In Wirklichkeit ist Geld keineswegs imstande, so viele Wünsche zu erfüllen. So kann man sich beispielsweise mit Geld weder einen treuen Ehepartner noch einen treuen Freund kaufen. Stattdessen verleitet uns Geld oft dazu, andere nach ihrem Einkommen zu beurteilen. Am schlimmsten ist jedoch unsere Neigung, unser Vertrauen eher auf Geld als auf Gott zu setzen. Auf diese Weise wird Geld leicht zu unserem Götzen.
Wir müssen darauf achten, unsere Hoffnung nicht auf Geld, sondern auf Gott zu setzen.
Laut dem Markusevangelium benennt Jesus Begierden als den dritten Dorn (Markus 4,19).
Der Begriff „Begierde“ bezieht sich hierbei sowohl auf sexuelles Verlangen als auch auf das Begehren nach materiellen Dingen – wie Häusern, Autos und dergleichen. Wir dürfen weder sexuellen noch materiellen Begierden nachgeben. Stattdessen sollten wir darauf vertrauen, dass unser Gott zu seiner Zeit für unsere Bedürfnisse sorgen wird. In diesem Vertrauen sollen wir vor Gott leben und handeln. Dazu müssen wir beständig den guten Kampf des Glaubens führen.
Wie können wir ein von Dornen überwuchertes Herz in guten Boden für Gottes Wort verwandeln? Wir müssen die Dornen aus unseren Herzen herausreißen. Würden wir die Dornen lediglich abschneiden, würden aus den Stümpfen neue Dornen nachwachsen. Wenn wir unsere Sorgen oder Begierden nur oberflächlich beseitigen, werden wir bald wieder vor Problemen stehen. Deshalb müssen wir die Wurzeln der Dornen vollständig aus unseren Herzen entfernen. Zugleich müssen wir jedoch unser Herz ständig daraufhin prüfen, ob noch Dornen vorhanden sind.
Doch das bloße Entfernen der Dornen aus unseren Herzen genügt nicht. Wir sollen unsere Herzen mit Glauben, Liebe und Hoffnung erfüllen, damit die Dornen keine Chance haben, Wurzeln zu schlagen.
Betrachten wir nun, was aus den Körnern wird, die auf guten Boden gesät sind.
In Vers 23 sagt Jesus: „Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach..“
Hier verrät uns Jesus das Geheimnis der Fruchtbarkeit: „Gottes Wort hören, es verstehen und Frucht bringen.“
In diesem Zusammenhang umfasst das Wort „verstehen“ das Begreifen der Bedeutung, den Glauben und die Umsetzung in die Praxis.
Das Wort Jesu ist sein Rat an uns. Wenn jemand sagt: „Ich habe deinen Rat verstanden“, so meint er damit: „Ich habe deinen Rat verstanden und habe die Absicht, ihn zu befolgen.“
Um Frucht zu bringen, müssen wir also Gottes Wort hören, ihm glauben und ihm gehorchen. Dies lässt sich als die Dreieinigkeit des Glaubens beschreiben.
Wie viel Frucht können wir hervorbringen, wenn wir Gottes Wort hören, ihm glauben und es befolgen?
Jesus sagt, dass ein Gläubiger dreißigfache, sechzigfache oder hundertfache Frucht bringen kann – genau wie ein Weizenkorn eine dreißigfache, sechzigfache oder hundertfache Ernte hervorbringen kann.
Wir können unsere Frucht in innere und äußere Frucht unterteilen.
Innere Frucht bezieht sich auf unsere veränderte Innerlichkeit – wie Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit usw. (Galater 5,22–23).
Äußere Frucht bezieht sich auf Menschen, die durch unsere direkte oder indirekte Hilfe zum Glauben an Jesus Christus finden. Wenn wir Gottes Wort tief annehmen und ihm gehorchen, werden wir – direkt oder indirekt – mindestens 30 Menschen zum Glauben führen. Jeder dieser 30 Gläubigen wird seinerseits mindestens 30 Menschen zum Glauben führen. Das ist die wunderbare Fruchtbarkeit des Samens des Glaubens. Das ist das Reich Gottes.
Wir sollen begreifen, dass es ein großer Segen ist, auf Gottes Wort zu hören, daran zu glauben und ihm zu gehorchen. Dadurch breitet sich Gottes Reich in der ganzen Welt aus. Möge Gott unser Gebet für die Ausbreitung des Evangeliums segnen. Amen!
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Andreas hat mich vor zwei Wochen gebeten, heute an seiner Stelle zu predigen. Ich überlegte, über welchen Text ich predigen sollte. Ich habe diesen Text gewählt, weil ich mich selbst prüfen wollte, was mich daran gehindert hat, viel Frucht für Gott zu bringen.
Ich dachte darüber nach, ob ich Gottes Wort wirklich angenommen und ihm gehorcht habe.
Wenn ich sonntags Andreas’ Predigt hörte, empfing ich durch Gottes Wort Gnade und machte mir Notizen in meinem Kalenderbuch. Doch schon am Sonntagnachmittag hatte ich das empfangene Wort Gottes völlig vergessen; ich beschäftigte mich mit anderen Dingen. Folglich brachte das Wort in meinem Leben kaum Frucht.
In gewisser Weise war ich wie ein harter Weg oder felsiger Boden für Gottes Wort.
Deshalb habe ich beschlossen, sonntagnachmittags die Notizen zu Andreas’ Predigt nachzugucken und darüber nachzudenken, was Gottes Wort mir persönlich zu sagen hat.
Möge Gott mir helfen, reiche Frucht zu bringen – sowohl innerlich als auch äußerlich –, damit ich Gott die Ehre gebe.